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Neue Blogkategorie?

In letzter Zeit habe ich wieder das Lesen für mich entdeckt. Im Urlaub habe ich in den drei Wochen gleich zwei Bücher „verschlungen“. Wenn ich mal angefangen habe, kann ich nur schwer ein Buch weglegen. Deshalb habe ich schon länger nicht mehr wirklich viel gelesen. Es war einfach keine Zeit für so eine ausufernde Beschäftigung. Aber gerade die letzten Tage, die so trübe grau waren, haben mich dazu gebracht, mich mit einem Buch und Kuschelquilt auf die Couch zu verziehen. Aber das heißt natürlich auch, dass ich weniger Zeit habe zum Basteln und somit auch für den Blog. Deshalb habe ich überlegt, ob ich eine neue Kategorie „Bücher“ auf dem Blog einrichten soll, in der ich über das eine oder andere Buch etwas schreibe. Vor allem da ich über ein anderes Projekt (darüber werdet ihr hier sicherlich später auch noch etwas lesen) auf einen Verlag gestoßen bin, der mir angeboten hat, Probeleserin zu werden. Das werde ich jetzt auch einmal probieren. Das erste Buch habe ich die letzten Tage auch schon angefangen zu lesen.

Lesen ist schon schön, aber man hat danach nichts „in der Hand“. Ich kann danach nicht hingehen und meinem Mann oder euch zeigen, was ich an dem Tag „geschafft“ habe. Das ist bei Filmen ja genauso. Dafür nehmen wir uns auch nur selten wirklich Zeit. Meistens gucken wir was „nebenbei“ beim Essen oder auch beim Basteln. Wobei hier das „reine“ Hören von Podcasts noch am besten ist (siehe „Basteln nebenbei“). Beim Lesen geht das eben nicht, da ist eher das Lesen die Nebenbeschäftigung oder der sinnvolle Zeitvertreib, um z.B. die Wartezeit rum zu bekommen. Wenn ich lange auf den Bus warten muss, ist das z.B. sehr praktisch. Da mir beim Lesen im Bus meistens schlecht wird, ist das leider keine gute Idee. Wenn ich aber weiß, dass ich länger auf den Bus warten muss, nehme ich mir derzeit den Reader mit. Bisher habe ich immer nur gedruckte Bücher gelesen. Die Rezensionsexemplare vom Verlag sind allerdings allesamt E-Books. Also habe ich mir jetzt mal den Reader von meinem Mann geliehen. Es ist schon etwas anderes als ein richtiges Buch. Aber es hat eben seine Vorteile. Es ist leichter und kleiner als ein richtiges Buch. Außerdem kann es in meiner riesigen Tasche keine Eselsohren bekommen :D. Und wenn ich abends im Bett lesen möchte, kann ich einfach das Licht im E-Book an machen und störe nicht mit dem großen Licht meinen Mann beim Schlafen. Ein Vorteil ist außerdem, dass man keine riesigen Bücherregale für all die Bücher braucht. Aber genau das ist auch irgendwie ein Nachteil, ich habe es nämlich irgendwie gerne, dass man sich vor das Regal stellen kann und sieht was man so alles hat…

Mal sehen, vielleicht wird es jetzt doch mal Zeit für einen eigenen Reader. Mein Mann hat seinen immerhin schon seit gut sechs Jahren.

Da nun aber vermutlich doch einige Zeit für das Lesen und Rezensieren (mal sehen wie mir das dann so gefällt 😀 ) „drauf gehen“ wird, frage ich euch, wollt ihr eine neue Bücher Kategorie, in der ihr dann auch die Rezensionen lesen könnt? Oder soll es lieber ein „purer“ Bastelblog bleiben?

Nach dem Schreiben geht es jetzt wieder zum Lesen,

eure Sonja

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Urlaubsbericht

Da sind wir wieder!

Der Urlaub ist nun leider vorbei und ich möchte euch die tollen Fotos und ein kleines Fazit über das Campen mit dem Beuteltier (Ab in den Urlaub) nicht vorenthalten.

Wir waren nun 17 Tage im Baltikum unterwegs. Da hatten wir uns ganz schön was vorgenommen. Tagsüber durch die Gegend fahren und Sehenswürdigkeiten anschauen und abends irgendwo einen Platz zum Essen und Schlafen finden. Den nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder direkt weiter. Der Umbau von Schlaf- zu Fahrtvariante klappte ganz gut und relativ schnell. Alles in allem waren wir aber morgens mindestens eine Stunde damit beschäftigt, uns und das Auto fertig zu machen. Super praktisch für das morgendliche schnelle Frühstück war da unsere ausziehbare Tischplatte. Was aber genervt hat war die Tatsache, dass unsere tolle Kompressorkühlbox (die super kaltgehalten hat!) zu groß für unter das Bett war. Für die Fahrt stand Kühlbox in der Mitte der Schlafbox unter dem herausnehmbaren Brett. Was dazu geführt hat, dass die Matratze etwas hochstand. So konnte sie aber während der Fahrt lüften,  was ja wiederum gut war. Nachts wurde die Box dann auf den Beifahrersitz gestellt. Also ein ewiges hin und her, aber das war es wert.

Da wir so eine lange Strecke vor uns hatten und jeden Tag viel unterwegs waren, haben wir auch nur einmal (als wir zwei Tage auf einem Campingplatz waren) unser großes Zelt aufgebaut. Das hatten wir zur Hochzeit extra für den Urlaub von Stivis Geschwistern geschenkt bekommen. Es ist ein Vorzelt fürs Auto. Aufgebaut ist es einfach riiiesig, da sieht unser Auto echt winzig aus. Es ist auch innerhalb von einer halben Stunde aufgebaut, mithilfe einer Magnetleiste hält es gut und dicht am Auto und man kann durch unsere Seitenschiebetür gut einsteigen. Das ist schon komfortabel, wenn man sich im Zelt stehend umziehen kann und sich nicht im Auto verrenken muss. Außerdem hat es am ersten Abend geregnet und wir konnten so super unter dem kleinen „Vorzelt“ kochen.

Als wir dann wieder fahren wollten, haben wir aber statt der normalen 1-1,5 Stunden ganze 4 Stunden gebraucht bis wir fertig waren. Denn das Zelt wollte einfach nicht richtig trocken werden…

So haben wir uns entschieden, das Zelt diesen Urlaub nicht mehr zu benutzen und lieber nächstes Jahr einen Urlaub zu machen, der auf das Zelt abgestimmt ist. Also an einem einzigen Ort, von dem aus wir Tagestouren machen und das Zelt (mit Stühlen und Co.) einfach dort lassen können. Wo es hingeht wissen wir noch nicht genau, vermutlich wird es was Innerdeutsches, also falls jemand Tipps hat immer raus damit 😉

Was ich euch im Text vor dem Urlaub gar nicht verraten habe, was aber einfach mega praktisch war, ist der USB Ladestecker, den mein Mann nach dem letzten Urlaub ins Auto eingebaut hat. So konnten wir während der Fahrt die Kühlbox über den Zigarettenanzünder betreiben und hatten trotzdem noch 2 USB Stecker für das Navi und was auch immer wir sonst so laden wollten (z.B. Handys und Kameraakkus). Im Baltikum war es aber nicht schwer an Strom zu kommen. Viele Campingplätze hatten sogar an ihren überdachten Sitzplätzen Steckdosen. Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl sein Handy an einem Baumstamm zu laden :-D.

Zur neuen Matratze kann ich sagen, dass sie auf jeden Fall besser ist als die alte geteilte Variante. Sie rutscht nicht mehr rum, ist ja auch etwas höher, sodass nicht mehr so viele Lücken da sind, wo Handys oder Ähnliches verschwinden. Aber ich hatte  gegen Ende des Urlaubs öfter mal Hüftschmerzen, wenn ich morgens aufwachte und freute mich deshalb schon riesig auf unser richtiges, megabequemes Bett!

Die letzten beiden Tage haben wir auf einem Campingplatz am Meer verbracht. Noch einmal richtig ausspannen, nicht jeden Tag fahren müssen. Und vor allem an diesen Tagen auch Zeit für die Hobbies haben! Leider war das Wetter nicht so gut, eher stürmisch. Da war mein mitgenommenes Nähzeug nicht so optimal, weshalb ich nur wenig damit gemacht habe. Lieber in die Decke einmummeln und lesen, rätseln oder eben auch diesen Text vorbereiten ;-). Für Stivis Schnitzerei war das Wetter kein Problem. Er hat sich auch freudig ans Werk gemacht.

GeschnitzteWikinger

Da wir ja nun häufig am Strand waren, konnte ich es einfach nicht lassen und habe einige Steine gesammelt. Da habe ich auch schon die eine oder andere Idee, was ich damit anstellen könnte. Darüber werdet ihr dann sicher demnächst auch hier was lesen,

bis dahin eure Sonja

 

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Arbeitszimmer – Regalabsturz

Aus der Rubrik: „Dinge, die man nicht braucht“ (schon gar nicht in der Woche vor der Hochzeit): Wenn ein Regal am Sonntagmorgen um halb sechs von der Wand stürzt.

Leider hatte es gerade ein Regal getroffen, auf dem eine Kiste mit Stiften stand, die sich dann natürlich im ganzen Zimmer verteilt hatten. Nachdem ich alles abgestürzte, wieder eingesammelt und einsortiert hatte, haben wir uns den Schaden in der Wand angeschaut. Der war leider ziemlich groß: Eine Schraube war komplett herausgerissen, die mittlere konnte das Gewicht dann auch nicht mehr halten und war verbogen. Also haben wir das Regal ganz von der Wand genommen, die riesigen Löcher mit etwas Gips grob zugemacht und das Material zur Seite gestellt. Mehr war vor der Hochzeit einfach nicht drin.

Zwei Wochen später hatten wir dann endlich Zeit, etwas zu Werkeln. Wir haben längere Schrauben besorgt und diese in einem etwas anderen Winkel in die Wand geschraubt, damit sie dieses Mal nicht nur in der Rigipsplatte, sondern auch in der Holzplatte dahinter angeschraubt sind. Außerdem habe ich sicherheitshalber das Regal nicht mehr ganz so schwer beladen. Die große Stiftebox z.B. ist nun auf dem Schreibtisch gelandet.

Hoffen wir mal, dass es nun hängen bleibt. Ihr seht, die Einrichtung in meinem Bastelzimmer ändert sich immer wieder. Und zwar nicht nur, weil ich neue Dinge bekomme 🙈,

eure Sonja

Allgemein · DIY

Ab in den Urlaub und der Camping-Umbau

Oh was freue ich mich! Am Sonntag geht es für uns in Richtung „Flitterwochen“, auch wenn mein Mann diesen Begriff nicht mag ;-).

Drei Wochen fahren wir mit unserem „Camping“Auto durch das Baltikum. Kurz nachdem wir unser Beuteltier (einen Renault Kangoo) gekauft hatten, haben wir uns einen Campingeinsatz gebaut. Nun gut, sagen wir eher: Mein Mann hat den Campingeinsatz gebaut.

Hier möchte ich euch jetzt ein bisschen den Ausbau/Umbau zeigen:

Die Idee war, im Auto in jedem Modus (ob zu viert unterwegs oder nur zu zweit) komfortabel mit Matratze schlafen zu können, ohne das Auto dauerhaft umbauen zu müssen. Also haben wir eine Box für in den Kofferraum und eine variabel einsetzbare Verlängerung gebaut. Die Höhe der Box wurde so gewählt, dass die Matratze bündig zu den Seitenteilen von der Hutablage ist.

TIPP: Bei der Höhe besser danach gehen, was man als Größtes drunter packen will. Wir sind jetzt – was Kisten und vor allem die Kühlbox angeht – etwas beschränkt bzw. müssen die Funktion der herausnehmbaren Platte nutzen (Erklärung kommt noch).

Als Material haben wir Multiplexplatten verwendet, Birke für die Seitenwände und dickere Kieferplatten für die Liegefläche. Die Kiefer hatten wir kurz vorher geschenkt bekommen. Allerdings sind die echt schwer, also wurden größere Löcher reingebohrt, was auch der Matratzenbelüftung zugute kommt.

PlattenMitAussparungen

Die Kofferraumbox hat auf der linken Seite eine praktische Schublade, die meistens für die Küchenutensilien genutzt wird und auf der rechten Seite einen ausziehbaren Tisch. Die mittlere Platte kann herausgenommen werden, so kann man sich auf die rechte und linke Box setzen und hat in der Mitte Platz für die Beine. Allerdings haben wir diese Funktion noch nicht genutzt, da meistens in der Mitte unter der Platte kein freier Platz ist. Außerdem wird es am Kopf durch die (ansonsten ziemlich praktischen) Kangoo Dachboxen ziemlich eng.

BoxMitSchubladeUndTisch

Damit man die Box so variabel umbauen kann, musste also auch die Matratze dementsprechend variabel sein. Wir haben eine Matratze gekauft und diese nicht nur in der Breite an das Auto angepasst, sondern insgesamt 5 Teile daraus gemacht. So hatte jedes Holzteil ein Matratzenäquivalent. Die Matratzenteile haben dann alle einen abnehmbaren Baumwollbezug bekommen. Meistens haben wir auf Reisen noch ein Bettlaken drüber gemacht, damit die Bezüge sauber bleiben (das Beziehen ist doch ziemlich aufwendig) und vor allem, damit die Teile beisammengehalten werden. Dummerweise sind nämlich gerade die drei kleinen auf der Box immer etwas verrutscht und so landet das Bein schnell zwischen den Matratzen.

 

Da sich im Laufe der Zeit gezeigt hat, dass wir die Box meistens ohne Rückbank benutzen und auch die Sitzvariante nicht nutzen, haben wir nun noch ein paar Verbesserungen vorgenommen. So haben die zwei Teile ohne Box eine stabilere Stütze bekommen, es kommen einige Schrauben mehr rein, als im vollvariablen Modus und vor allem haben wir uns vor diesem Urlaub eine neue Matratze zugeschnitten. Diese ist etwas dicker und liegt sich hoffentlich nicht so durch. Außerdem ist diese nun ein einziges Teil, lediglich oben mussten wir die Matratze einschneiden, damit sie sich zusammen mit dem kleinen Holzteil hinter den Sitzen hochklappen lässt. Mit einem Gurt nach unten gezurrt, kann man dann auch immer noch ordentlich nach hinten gucken und hat beim Campen aber (hoffentlich) einen besseren Komfort.

 

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Damit uns im Urlaub nicht langweilig wird, nehmen wir uns auch etwas zum Basteln mit. Ich nehme ein kleines Nähprojekt, dieses ich euch leider erst nach Weihnachten zeigen kann (immer diese geheimen Geschenke 😉 ) und mein Mann nimmt sein Schnitzzeug mit.

Wir starten dann am Wochenende in den Urlaub und sind gespannt, was uns alles erwartet. Vielleicht kommen wir auch mit neuen DIY Ideen zurück. Aber keine Sorge, die nächsten drei Wochen müsst ihr nicht auf den wöchentlichen Lesestoff von Sonja´s Bastelwerkstatt verzichten, ich habe da was vorbereitet ;-).

Liebe Grüße,

eure Sonja

Allgemein · DIY · Upcycling

Gastgeschenke und Sitzplatzkarten: Samenpapier

Heute erzähle ich euch von unseren Gastgeschenken/Sitzplatzkarten. Ich hatte im Laufe der Zeit ein paar Ideen, was man selbst machen könnte für die Gäste. Als dann aber klar war, dass wir als Blumendeko selbstgepflanzte und gepflückte Blumen nehmen, war relativ schnell klar, dass die Gäste Samenpapier mit der Blumenmischung von unserer Hochzeit bekommen sollten.

Papier schöpfen wollte ich eh schon länger mal ausprobieren und das war der passende Anlass, sich das Werkzeug dazu zu besorgen.

Leider habe ich beim ersten Versuch, in dem unsere Gastgeschenke entstanden sind, keine Fotos gemacht. Aber wenn man selbst noch keine Ahnung hat, ist jeder Schritt spannend, muss nachgeschaut/improvisiert werden und da ist für eine anständige Dokumentation meist keine Zeit.

Also habe ich letzte Woche noch einmal ein bisschen Papier geschöpft. So konnte ich eine gute Fotodokumentation machen und selbst noch etwas rumprobieren 😉.

Material:
  • Schöpfrahmen (einen mit Netz und einen ohne)
  • Filzmatten
  • Spinn-/ Windelvlies
  • Wanne / Box
  • Mixer / Pürierstab
  • Schwamm
  • Aluschüsseln
  • Alte Handtücher
  • Altes Papier
  • Blumensamen
  • Blumenform
  • (Kaolin)

Anleitung:
  1. Papier auswählen

Ausgangspapier

Hier war die Idee, dass es ein Upcycling Projekt und Papier wiederverwertet wird. Natürlich kann man sich die Rohstoffe auch kaufen, Zusatzstoffe rein machen, damit das Papier weiß wird etc. Aber das war ja nicht Ziel der Sache. Ich habe also alte Zeitungen, Eierkarton/Erdbeerschalen, altes falsch bedrucktes Kopierpapier und Reste von rotem Papier genommen. So sah das Ganze nicht zu sehr nach „Müll“ aus und ich musste aber nichts Neues dazu geben.

  1. Papier zerkleinern

ZerrupftesPapier

Ich habe die drei Papiersorten getrennt voneinander zerkleinert und in je eine Aluschale gegeben.

  1. Papier (am besten über Nacht) in Wasser einweichen

Eingeweichtes Papier

Etwas Wasser dazu und dann (am besten über Nacht) einweichen lassen. Aufpassen, dass auch genug Wasser drin ist!

VORSICHT! Das Ganze nicht zu lange einweichen lassen. Ich hatte, nachdem ich es angesetzt hatte, leider keine Zeit weiter zu machen. Das rote Papier hat etwas muffig gerochen und das bedruckte Druckerpapier war etwas schimmlig. Nur die alten Zeitungen sahen normal aus /rochen normal. Beim ersten Versuch habe ich ca. eine Woche gebraucht, bis die fertige Papierpulpe leer war. Da ist mir nicht aufgefallen, dass sie muffig wurde…

  1. Papier pürieren

Beim Pürieren ruhig noch etwas Wasser hinzugeben. Je kleiner die Papierteile püriert sind, desto besser. Sie verbinden sich besser und beim fertigen Papier sind keine großen Papierschnipsel mehr zu sehen.

Tipp: Püriert das farbige Papier zum Schluss, dann habt ihr auch hier die farbliche Trennung am einfachsten weitergeführt.

  1. Papierpulpe mischen
ArbeitsplatzZumSchöpfen
Der Arbeitsplatz zum Papierschöpfen

Ich habe die drei „Papierarten“ bisher getrennt voneinander behandelt, um jetzt beim Mischen ein bisschen mit der Farbe variieren zu können. Beim Samenpapier habe ich aber versucht, immer einen ähnlichen Farbton hinzubekommen.

Das Ganze kommt mit jeder Menge Wasser in eine große Wanne. Da ich drinnen das Papier schöpfe, habe ich mir unter die Wanne ein großes Handtuch gelegt, da doch immer mal etwas Wasser daneben geht.

  1. Papier schöpfen

Zum Schöpfen wird der Rahmen ohne Netz auf den Rahmen mit Netz gestellt. Ich habe dann die 3D gedruckte Blumenform (Danke Matz!) in den leeren Rahmen gelegt.

 

Diese Konstruktion wird dann durch das Papierwassergemisch gezogen. Auf die Wanne habe ich mir zwei Stäbe gelegt, um den Schöpfrahmen danach ablegen zu können. Kurz warten, dann ist der erste große Schwung Wasser weg. Danach mit einem Schwamm von unten gegen das Netz wischen, um weiteres Wasser wegzubekommen.

Auf der Form bleibt immer auch etwas Papiermatsch, welchen ich dann auf die Blumenformen verteile und dabei auch noch etwas Wasser herausdrücke.

  1. Blumensamen einbringen

Nun streue ich einige Blumensamen auf die Papierblüten und arbeite diese durch drücken etwas in das Papier.

TIPP: Ich habe in einigen Anleitungen gesehen, dass die Samen direkt in die Papierpulpe gegeben wurden und dann geschöpft wurde. Damit hat man allerdings gar keine Kontrolle, ob im einzelnen Papier überhaupt Samen drin sind. Außerdem haben einige Samen durch das längere stehen im Wasser bereits angefangen zu keimen.

  1. Papier trocknen und abnehmen

Nachdem ich schon einiges an Wasser herausgeholt habe, nehme ich den oberen Rahmen und die Form ab. Leider ist meistens noch etwas Pulpe unter die Form gelangt. Die nehme ich dann vorsichtig zwischen den Blüten heraus und mache es wieder in die Wanne. Danach gehe ich noch einmal mit dem Schwamm von unten an die Blüten. Wenn da nicht mehr viel Wasser kommt, stürze ich die Form auf ein Spinnvlies. Darunter habe ich immer noch ein Handtuch liegen. Jetzt wieder mit dem Schwamm darüber gehen. Je trockener das Papier wird, desto mehr löst sich das Netz. Die letzten Reste des Wassers nehme ich meistens mit einem Handtuch ab, danach kann man den Rahmen mit Netz einfach ablösen.

  1. Papier Luft trocknen lassen

Lufttrocknen

Das Spinnvlies mit den Papierblumen lege ich dann meist einfach auf die Terrasse, um es an der Luft trocknen zu lassen.

Da ich nur eine begrenzte Anzahl an Vlies und alten Handtüchern habe, mache ich also meistens so viele Durchgänge, bis diese aufgebraucht sind und muss dann warten, bis die Sachen getrocknet sind. Da mein Bastelzimmer aber einen direkten Zugang zur Terrasse hat, auf die ab dem Mittag die Sonne scheint, trocknet das Ganze im Moment ziemlich schnell ;-).

  1. Fertig

Fertig

Wenn das Papier getrocknet ist, muss es nur noch vom Vlies gelöst werden und fertig ist das Samenpapier!

Für die Sitzplatzkarten habe ich dann einfach mit Bleistift die Namen drauf geschrieben und das Ganze mit einer kleinen Anleitung in ein Organzasäckchen gepackt. Mir war hier wichtig, dass ich das Ganze nicht in Plastik verpacke, sondern etwas Wiederverwendbares nehme, was aber immer noch schick aussieht und Anleitung und Samenpapier beisammen halten.

Platzkarte

Die Anleitung funktioniert natürlich auch mit anderen Formen und auch ohne die Samen. Zusätze wie Kaolin (für die Weißheit des Papiers) sind natürlich möglich. Ich wollte für das Samenpapier aber ein möglichst „reines“ Upcycling Produkt, es soll ja eh eingepflanzt werden.

Ich hoffe euch gefällt die Anleitung,

eure Sonja

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Hochzeitsdeko – Zweiter Teil

Heute geht es weiter mit der Deko und vor allem der Beschäftigung für unsere Hochzeitsgäste.

Letzte Woche habt ihr sicherlich schon die Einwegkameras auf den Tischen bemerkt. Das Ganze gehörte zu einem Spiel, womit sich die Gäste besser kennenlernen sollten.

TischdekoKamera

Es gab 16 Aufgaben, wie z.B. fünf Gäste mit Brille oder alle Paten des Brautpaares zu fotografieren. So musste man sich etwas durchfragen und sich mit den anderen Gästen austauschen. Ich bin sehr auf die Fotos gespannt. Am Freitag sind sie hoffentlich fertig.

 

Außer dem Fotospiel gab es außerdem noch eine Leinwand als Gästebuch, auf dem man sich mit Fingerabdruck und Namen verewigen konnte (Danke Steffi!), ein Wünsche-Glas, eine Holzbank auf der jeder Gast unterschreiben durfte (Danke Consti!) und eine Fotobox. Viele Fotobox-Accessoires waren selbstgemacht. Schnurrbärte und Co habe ich beispielsweise alle selbst ausgeschnitten (was für eine Arbeit kann ich euch sagen!). Außerdem kamen hier die vielen bunten Krawatten von meinem Opa zum Einsatz, die aussortiert wurden.

 

Krawatten

 

Die Idee, dass nicht bunt angezogene Gäste dann solch eine Krawatte tragen müssen, mussten wir gar nicht umsetzen, es haben sich wirklich alle sehr viel Mühe gegeben, etwas Buntes anzuhaben.

FotoboxVorraum

Den Vorraum, in dem die Fotobox aufgebaut war, haben wir mit Fotos aus einem witzigen Buch geschmückt. Das Buch hatten wir von meiner Mutter bekommen, dort erklären Kinder was Heiraten und Hochzeit bedeutet. Unsere Gäste haben sich köstlich darüber amüsiert :-D.

Außerdem hatten wir noch Notfallboxen in den Toiletten deponiert und Kuscheldecken für die Gäste bereitgelegt. Auch wenn es sehr warm war am Tag der Feier, so wurde es nachts doch recht frisch und die Decken wurden von den weiblichen Gästen gut angenommen.

Wie ich bereits erwähnt habe, hat die Halle auch noch einen kleineren Raum, den wir für die Kinder vorgesehen hatten. Dort haben wir eine kleine Wickelstation eingerichtet und ein paar Matratzen und Kuscheltiere deponiert. Da das Wetter aber so schön war, waren die Kleinen dann doch die meiste Zeit draußen. Es gab auch Kreide und so wurde lustig drauflos gemalt, mit den mitgebrachten Spielsachen und Fahrrädern gespielt. Aber auch die Gegenstände aus der Fotobox haben sich gut zum Spielen geeignet. Selbst die Baumstämme, die zur Deko im Vorraum lagen, wurden hin und her geräumt, gestapelt und damit Dinge gebaut. So wurde der Raum nur selten benutzt, denn auch das Schlafen darin hat nur bei den wenigstens Kids geklappt.

Zu guter Letzt hatte ich auch noch eine Kleinigkeit (selbstgemachte Kerzen – Link zur Anleitung) für die vielen Helfer vorbereitet, ohne die das Ganze gar nicht möglich gewesen wäre. Nochmals vielen lieben Dank an alle Helfer und auch an alle Gäste. Ohne euch wäre unsere Feier nicht so wunderbar gewesen!

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick gefallen,

eure Sonja

Allgemein · DIY · Upcycling

Hochzeitsdeko – Erster Teil

Diese Woche kann ich euch endlich ein bisschen von unserer Hochzeit erzählen.

Wir haben im April im engsten Kreise standesamtlich geheiratet. Eine große Party mit unseren Familien und Freunden sollte es aber trotzdem geben. Da wir kein großes Budget hatten (und es auch einfach zu uns passt) war Selbermachen die Devise.

Außerdem sollte es schön bunt sein. Ein Hochzeitserlebnis war vor allem dafür ausschlaggebend. Wir waren auf einer Feier und wollten einen Freund auf dem Rückweg noch zum Bahnhof bringen. Die Zeit wurde langsam schon etwas knapp, aber dieser Freund konnte einfach sein Jackett nicht finden! Denn wie es bei Hochzeiten meistens so ist, die Jungs sind alle in schwarzen Anzügen und weißem Hemd rumgelaufen. Nur mein Mann nicht, der hatte ein Jahr vor besagter Hochzeit einen buntkarierten Anzug geschenkt bekommen, den er seitdem auf allen Hochzeiten an hatte. Er kam auch immer ziemlich gut damit an und übersehen konnte man ihn auch nicht ;-). Auf einer späteren Hochzeit war dann nicht nur mein Mann im bunten Anzug unterwegs, sondern auch einige von den Freunden, von denen er den Anzug damals bekommen hatte. Nach und nach wurden dann alle aus dieser Clique mit lustigen bunten Anzügen ausgestattet. Aber nur diese Clique in bunt, wäre auch langweilig gewesen. Also sollten alle in bunter Kleidung kommen!

Der wohl wichtigste Punkt bei dieser Hochzeit war, dass wir uns nicht verbiegen wollten! Es sollte alles zu uns passen. Da fingen die Probleme bei der Location schon an. Da wir über 100 Leute einladen wollten, brauchten wir etwas großes aber auch nicht zu „steifes“. Eine einfache Sporthalle sollte es aber auch nicht werden (schlechte Akustik, da zu hohe Räume und sehr viel Arbeit, es irgendwie festlich zu bekommen). Als wir Anfang des Jahres dann zufällig in unserem neuen Heimatort die Halle besucht haben, war es wie „Liebe auf den ersten Blick“. Die Halle wurde 2017 fertiggestellt, hat schönes helles Holz, ist nicht zu hoch, aber hat doch Platz genug. Eine super ausgestattete Küche und ein extra Raum waren auch noch dabei. Nachdem die Location gefunden war, konnte es also mit der Planung so richtig losgehen.

Einladung

Als erstes wurden die Einladungen gestaltet. Damit man uns beide darin wiedererkennt, haben wir uns für „Holz“ und „Stoff“ entschieden. Die Karten in Holzoptik wurden also noch mit von mir selbstgehäkelten Herzen versehen und ab die Post.

Dieses Thema sollte sich dann auch in der Gestaltung der Halle wiederfinden. Die Herzen-Häkelei ging also weiter. Nachdem der erste Schwung mit den Einladungen wegging, habe ich sicher noch einmal 200-300 Stück gehäkelt.

Häkelherzen

Um die schönen Holzwände mit etwas Stoff zu verzieren, hat meine Schwiegermutter dann jede Menge Wimpel genäht. Ich hatte noch viele Stoffe aus einem Musterpaket für Möbelstoffe, die sich sehr gut eigneten, da sie auch von beiden Seiten schön aussahen, stabil waren und somit auch einlagig super aussahen und was hermachten.

Außerdem haben wir noch ein paar mit Helium befüllte Luftballons aufgehängt. Für eine Hochzeit finde ich die einfach super toll. Einige davon haben wir auch mit kleinen LED-Lampen befüllt, damit es etwas bunter wird. Was ich nicht bedacht hatte war, dass die Luftballons damit aber recht schwer wurden. Alles in allem haben die Luftballons nicht lange gehalten, irgendwie haben wir es nicht geschafft, sie richtig dicht zu zubekommen. Und als die Kids rausgefunden hatten, dass in den Ballons Lichter sind, wurden sie regelrecht gefischt und die Lampen gesammelt. Die wurden dann als Armband oder Halskette Stolz umhergetragen. Also war es doch kein kompletter Reinfall…

Als wir im April bei Freunden auf der Hochzeit waren, hatten diese viele Holzstämme und –scheiben, die mein Schwiegervater zusammen mit der Braut zugesägt hatte. Diese haben wir dann dankenswerterweise auch für unsere Feier geliehen bekommen und damit vor allem den Eingangsbereich etwas dekoriert.

HolzdekoVorraum

Außerdem wurden jeweils zwei Baumscheiben pro Tischgruppe als Deko verwendet. Bereits sehr früh war für meinen Mann klar, dass er keine Kerzen auf der Feier haben wollte. Damit kann viel zu viel Blödsinn gemacht werden, gerade von den vielen kleinen Gästen, die wir hatten. Aber etwas Licht auf den Tischen sollte es doch sein, daher gab es dann elektrische Teelichter. Und als Teelichterhalter wurde einfach alles was ich so an Gläsern hatte verwendet. Egal ob schon verziert (z.B. mit WashiTape) oder auch nicht.

Blumen wollte ich auch von Anfang an eher natürlich, wild und bunt halten. Keine Gestecke oder Ähnliches von einem Floristen. Also habe ich mir jede Menge Blumensamen (Bienenmischung, Schmetterlingswiese, Vogelschmaus, Wildblumen uvm) besorgt. Diese habe ich dann bunt gemischt und gesät. Da am Tag der Feier nur bestimmte Blumen blühten, hat meine Schwiegermutter noch eine bunte Mischung aus ihrem Garten mitgebracht. Auch unser Hibiskusbaum wurde etwas gestutzt. Als Vasen haben wir uns für Weinflaschen entschieden. Wir wohnen immerhin in einem Weingebiet (direkt am Weinberg) und auch vom Ort der Feier ist es nicht weit bis zu den Weinbergen. Die Flaschen wurden dann mit neuen Etiketten, die meine Schwägerin für unsere standesamtliche Trauung designt hatte, versehen. Dann einfach ein paar Blumen in die Flasche und zwei davon ab auf den Tisch.

TischdekoBlumen

Auf die Holzscheiben wurden noch von meinem Mann geschnitzte Löffel platziert und die gehäkelten Herzen zwischen allem verstreut. Als Unterlage für die Deko dienten dickere Papierservierten, die natürlich auch bunt waren ;-).

Dann fehlten nur noch die Platzkarten. Das war auch einer der Punkte, die schon recht früh feststanden: unsere Gäste sollten gemischt sitzen, damit sie sich etwas kennenlernen. Und dabei ließ sich das Gastgeschenk und die Platzkarte super verbinden. Als Gastgeschenk sollte jeder etwas Samenpapier mit den Blumen unserer Party mitnehmen. Über das Herstellen der Gastgeschenke könnt ihr dann etwas in zwei Wochen lesen. Auf das selbstgeschöpfte Papier habe ich dann mit Bleistift die Namen der Gäste geschrieben und fertig war die Platzkarte.

Vielleicht ist euch auf dem Foto von der Tischdeko auch schon die Kamera aufgefallen. Zu den Spielen und der weiteren Deko erzähle ich euch dann beim nächsten Mal etwas ;-).
Eure Sonja