DIY · Upcycling

Vogeltränke aus Beton (Garten-Reihe)

Eine der ersten Ideen, die ich für den Garten hatte, war eine selbstgemachte Vogeltränke. Vielleicht kennt ihr auch die Fotos von den tollen Betontränken in Blattform. Einer unserer Bäume hat auch ziemlich große tolle Blätter, ansonsten sind es ja meistens Rhabarberblätter, aber irgendwie habe ich es im Herbst nicht mehr geschafft. Und da ich die Tränke auch als Geschenk im Februar brauchte, musste es nun also ohne Blatt gehen. Und wie so oft ist es dann wieder ein Hauruck Projekt geworden. Wir haben sie gleich drei Mal gemacht, da wir sie unseren Müttern schenken wollten (die beide im Februar Geburtstag haben) und auch eine selbst behalten wollten. Ich hatte ja schon lange vor, mich mal am Mosaik zu probieren (hier), das war nun die Gelegenheit.

Wir haben während des Projekts dann auch ziemlich viel über Beton und Mosaik gelernt. Und vor allem war es ein schönes Projekt, an dem wir beide gleichberechtigt arbeiten und lernen konnten. Da keiner von uns Vorkenntnisse hatte, haben wir es gemeinsam lernen können.

Material:

  • Sand (für die Form)
  • Beton (achtet darauf, dass er schnell trocknet und eine nicht zu grobe Körnung hat)
  • Fliesen/Porzellan
  • Fliesenkleber
  • Fugenmasse (fürs Bad)
  • Mörtel

Anleitung:

Als erstes haben wir uns aus Sand einen Haufen geformt, den wir mit dem Beton nachformen wollten. Damit der Sand nicht im Beton klebt, haben wir Alufolie auf den Sand gelegt. Nunja, im Endeffekt hat die dann am Beton geklebt. Je mehr Speiseöl zwischen Alufolie und Beton war, desto besser ist die Folie wieder abgegangen. Die optimale Lösung ist das aber auch nicht.

Ab der zweiten Schale haben wir dann mit einem Brett unten eine gerade Fläche für einen besseren Stand der Schale geformt.

Nachdem die Schalen soweit trocken waren, dass sie vom Sand abgenommen werden konnten und die Alufolie mit einer Drahtbürste rausgekratzt werden konnte, haben wir uns an das Mosaik gewagt. Wir hatten etwas zerdeppertes Porzellan und ich habe im Internet noch ein paar Fliesenreste gekauft, damit es auch etwas bunter wird. Porzellan und Fliesen haben wir dann mit Hammer und teilweise Meisel soweit so klein gemacht, dass es für das Mosaik zu verwenden war. So ganz gezielt in eine Form habe ich das Ganze aber nicht bekommen. Es war immer Glück, wie die Sachen gebrochen sind und es gab dann auch noch etwas Ausschuss, was einfach zu klein geworden ist.

 

Vorsicht! Beim Zerdeppern fliegen ziemlich viele Scherben rum! Ich habe mit einer dicken, hochgeschlossenen Jacke und einer Schutzbrille gearbeitet!

Die Scherben waren nun allerdings unterschiedlich dick. Bei den ersten beiden Schalen hatten wir zu wenig Kleber, um so das Ganze etwas auszugleichen. Bei der Dritten wollen wir mal versuchen, ob die Höhen so etwas ausgeglichen werden können. Vor allem der Unterschied zwischen Porzellan (recht dünn) und den Fliesen war etwas kompliziert beim Fugen. Ich denke, die eine oder andere Scherbe ist nun auch unter der Fugenmasse verschwunden, weil wir sie nicht mehr gefunden haben.

Das Fugen ging eigentlich recht gut. Bei einer dünneren Mischung war das Verteilen zwar nicht so einfach, aber mit einem Schwamm konnte man dann die Masse gut von den Scherben wischen und so eine schöne Oberfläche bekommen. Bei der zweiten Schale hatten wir eine etwas dickere Mischung. Die konnte man dann besser direkt verteilen (z.B. auch oben am Rand), aber mit dem Schwamm ging dann nichts mehr.

Fugen

Nachdem die Fugenmasse 3 Stunden getrocknet war, haben wir dann die überflüssige Fugenmasse weggewischt und so die Scherben wieder etwas hervorgeholt. Am nächsten Tag sind wir dann nochmal wie Archäologen auf die Suche gegangen und haben die eine oder andere Scherbe noch etwas freigelegt. Aber durch die unterschiedlichen Höhen war das gar nicht so einfach und die eine oder andere musste wohl verschwunden bleiben.

FugenFertigUndMörtelRand

Da uns die Außenseite und vor allem der Rand der Schalen aber noch nicht so gut gefallen hat, haben wir uns noch etwas Mörtel besorgt. Hier haben wir auch ewig nach etwas gesucht, was eine kleinkörnige Struktur hat, schnell trocknet aber eben auch für draußen geeignet ist. Im Endeffekt sind wir dann beim Mörtel gelandet. Und es hat auch recht gut geklappt, die noch offenen Stellen zu verkleiden und damit etwas feiner zu machen.

BeideSchalenFertig

Nach dem Verschenken kam jetzt noch die Frage auf, ob man eine Steinimprägnierung vornehmen soll. Wir wären über Erfahrungen in der Richtung sehr dankbar. Ob per Kommentar oder Nachricht, wir freuen uns über jeden Tipp.

Eure Sonja

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Ein Kommentar zu „Vogeltränke aus Beton (Garten-Reihe)

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